Der Arbeitskreis Bergbaufolgen stellt sich vor

Deutschland ist nicht nur ein Land mit bedeutender geowissenschaftlicher Tradition, sondern auch ein Gebiet mit Jahrhunderten währendem Bergbau bzw. Rohstoffabbau. Die Bewertung und das Management zum Rohstoffabbau und dessen Folgen setzen gegenwärtig und auch zukünftig eine permanente, wissenschaftlich niveauvolle und interdisziplinäre Beschäftigung mit den Bergbaugebieten voraus.

In der Deutschen Gesellschaft für Geowissenschaften e. V. werden derartige montanwissenschaftspraktische Zielstellungen im "Arbeitskreis Geowissenschaftliche Aspekte in Bergbaugebieten" ("AK Bergbaufolgen") behandelt. Der Arbeitskreis stellt sich seit seiner Gründung im Jahre 1995 der Aufgabe, dazu in montanen Regionen Geowissenschaftler sowie Vertreter aus geologienahen Verwaltungs-, Wirtschafts- und Wissenschaftsbereichen zum interdisziplinären Gedankenaustausch zusammenzuführen.

Bisher wurden 30 Tagungen organisiert, deren thematische Inhalte von lagerstättengeologischen Fragestellungen bis zur Vorstellung praktischer Lösung für umweltgeologische Probleme bei der Bewältigung von montanistischen Altlasten und der Diskussion komplexer Umweltforschung im Rahmen der Daseinsvorsorge in den Bereichen Kali-/Salz-, Braunkohlen-, Steinkohlen- und Steine-Erden-Bergbau reichen.

Die Verbindung zwischen wissenschaftlichen Aspekten und praktischen Erfahrungen sowie die aktuellen Tätigkeiten von Montanunternehmen machten die Attraktivität dieser Tagungen aus, an denen bisher ca. 1.500 Fachleute aus dem aktiven und sanierenden Bergbau, von Firmen und Ingenieurbüros, aus geowissenschaftlichen und Umwelt-Behörden sowie von Hochschulen und Forschungsinstituten teilnahmen. Dabei lag der Anteil von Fachkolleginnen/-kollegen aus der Praxis bei durchschnittlich 75%.

Die Vorträge und Exkursionsführer der Tagungen sind nahezu vollständig in der Reihe "Exkursionsführer und Veröffentlichungen" der DGG e.V. publiziert und können bei Bedarf gegen eine Schutzgebühr bei Herrn Dr. M. Lapp, Deutsche Gesellschaft für Geowissenschaften e. V., Halsbrücker Str. 31a, Tel.: (03731) 294183 abgefordert werden.


Schachtanlage in der ehemaligen Eisenerzgrube Konrad bei Salzgitter (Atommüllendlager)


Findlingspark Nochten auf der rekultivierten Kippe des Braunkohlentagebaus Nochten/Oberlausitz

 


Ansprechpartner des Arbeitskreises sind:

Dr. Jochen Rascher GEOmontan GmbH
Am St. Niclasschacht 13
09599 Freiberg
Tel.: +49-3731-781333 Fax: +49-3731-781332
E-Mail: j.rascher [at] geomontan [dot] de

Dipl.-Geoln. Katrin Kleeberg
Sächsisches Landesamt für Umwelt, Landwirtschaft und Geologie
Halsbrücker Str. 31a
09599 Freiberg
Tel.: +49-3731-294143
E-Mail: famkleeberg [at] aol [dot] com

Dipl.-Geoln. Sybille Busch
Am Berghang 12c
03130 Spremberg
Tel.: +49-3563-954169
bille.schmidel [at] web [dot] de